Auf der Fläche des Tempelhofer Flugfeldes wird Ralf Ziervogel in Zusammenarbeit mit David Chipperfield Architects und Schlaich Bergermann & Partner Ecce erbauen.
Ecce ist ein begehbarer Kubus, der innen und außen von Gaze umschlossen ist. Ecces Außenkantenmaß beträgt120 Meter. Das Tragwerk, eine umlaufende und gleichförmige Rasterkonstruktion hat eine Breite von 10 Metern und setzt sich aus Rundstahlrohren zusammen.
Das simple Prinzip des Gitters wird durch seine Dimensionierung überreizt: Ecce trägt das größte existierende freitragende Dach.
Beim Betreten von Ecce eröffnet sich ein Raum von 100 mal 100 mal 100 Metern. Gefordert wird die Annahme dieser bezuglosen Größe.
Ausgangspunkt der Raumbewältigung ist ein 10 Meter hoher Betonsockel im Innern, losgelöst von der Außenkonstruktion. Die zu betretende Oberfläche ist von Moos bedeckt. Immanent ist diesem organischem Material die Verlangsamung des Ganges im Moment des Kontakts.
Die Form Ecces als Kubus und seine Bauweise sind ausschließliche Reduktion. Jede Zelle des Rasters ist einzelnes Element, das sich so lange aus einer aus sich selbst schöpfenden Wiederholung fortsetzt, bis es sich in der Größe von Ecce zeigt.
Ecce steht frei von Symbolik. Die hyperpräzise und reduzierte Form des Kubus und die Maximierung der quadratischen Wahrheit durch Ecce bis hin zur Unumgänglichkeit seiner Wahrnehmung, ist schöpferischer Beweis der menschlichen Schraffur auf der Erde.
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